Kleintiere auf dem Schulhof

Bei diesem Erlebnisbesuch dreht sich alles um den Schulhof als Lebensraum: Welche Kleintiere kriechen, fliegen und summen in unserer unmittelbaren Umgebung? Wie sehen ihre Lebensräume aus? Welche davon sind intakt? Wer braucht was und wieso?

Entdecke Kleintiere auf dem Schulhof

Entdecken und Wahrnehmen (Teil 1)

Unser Motto ist ab nach draussen! Finden wir gemeinsam heraus, wer auf unserem Schulhof wohnt. Wir führen Experimente durch, lernen den Boden hautnah kennen, schärfen unsere Sinne spielerisch, beobachten Kleintiere und besprechen, wie wir ihnen helfen können. Nach dem Besuch sehen die Schülerinnen und Schüler ihre Umgebung mit neuen Augen.

Bei den jüngeren Altersstufen liegt der Fokus darauf, spielerisch die Lebewesen und Lebensräume auf dem Schulhof kennenzulernen, Berührungsängste abzubauen und die Faszination für den Boden und Kleintiere zu wecken. Die Älteren sollen ein Verständnis für Zusammenhänge zwischen uns Menschen, dem Boden, sowie den Lebewesen und ihren Lebensräumen auf dem Schulhof entwickeln. Dabei setzen sich die Teilnehmenden auch mit Konzepten wie Biodiversität, Ökosystem, Nahrungskette und Ethik auseinander. Sie lernen die Umwelt mit allen Sinnen wahrzunehmen und nehmen neue Perspektiven auf die ihnen bekannte Schulumgebung ein.


Fördere Kleintiere auf dem Schulhof - ab 3. Klasse

Lebensräume für Kleintiere schaffen (Teil 2)

Wo wohnen und leben Kleintiere? Und was sind Kleintiere überhaupt? Wir verstehen darunter Vögel, Insekten, Amphibien, Reptilien oder kleine Säugetiere, wie zum Beispiel Wiesel. Diese Tiere leben oft mitten im Siedlungsraum. Und auch Schulareale können gute Unterschlupfe beherbergen. Vielleicht gibt es bei euch bereits Strukturen wie eine Blumenwiese, Nistkästen für Vögel oder Bienenhotels. In diesem Fall: Je mehr, desto besser! Vielleicht gibt es bisher aber erst wenig Lebensraum für Kleintiere. Und das könnt ihr ändern. 

Dieser Schulbesuch ist ein WWF-geleiteter Hands-on Einsatz, bei dem wir zusammen mit der Lehrperson und der Klasse einen Teil des Schulhofs naturnah umgestalten. Es gibt vier Möglichkeiten:

  • Asthaufen: Unterschlupf oder Nistplatz für Igel, Kleinmarder, Amphibien, Reptilien und sogar Vögel. Ausserdem beliebter Lebensraum für zahllose Käfer und Schnecken. Das Anlegen eines Asthaufens fördert die Vernetzung im Quartier, so dass sich die entsprechenden Tiere freier und sicherer bewegen können.
  • Steinhaufen: Unterschlupf und Ort für die Nahrungssuche für diverse Tierarten wie Eidechsen, Schlangen oder Frösche. Das Anlegen eines Steinhaufens fördert die Vernetzung im Quartier, so dass sich die entsprechenden Tiere freier und sicherer bewegen können.
  • Sandlinse: aus Sand angelegte Lebensräume und Nistgelegenheiten insbesondere für Wildbienen. Aber auch Eidechsen nisten in den Sandlinsen und weitere Insekten wie der Ameisenlöwe, der im Sand seine Fangtrichter baut, profitieren davon.
  • Wildblumenwiese: wertvolle Lebensräume für die heimische Flora und Fauna. Futtergewinnung, Überwinterung oder Rückzugsort für Insekten, Vögel, Mäuse, Igel und weitere Tiere.

Wichtig: Bei der Wahl der Struktur sollte darauf geachtet werden, welche Ressourcen auf dem Schulareal bereits vorhanden oder gut zu erhalten sind. Habt ihr beispielsweise Steine zur Verfügung, eignet sich die Option Steinhaufen besser, als wenn keine Steine vorhanden sind. Es liegt in der Verantwortung der Lehrperson, einen geeigneten Standort für die Struktur zu finden. Hierfür wird sie von unseren Schulbesuchenden unterstützt und erhält eigens dafür vorbereitete Leitfäden.


Beide Erlebnisbesuche sind unabhängig buchbar, können aber gut aufeinander aufbauend gebucht werden.

Durchführungsort: in der Umgebung des Schulhauses

Stufe: 1. bis 9. Klasse (Teil 2 erst ab 3. Klasse, da körperliche Arbeit)

Dauer: 3-4 Lektionen

Kosten: 150 Franken, falls Ihre Klasse an einem WWF-Lauf teilnimmt, ist der Besuch kostenlos.


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